Der Christopher Street Day in Leverkusen

Am ersten Juni-Wochenende 2024 wird Leverkusen erstmals einen CSD erleben. Unter dem Motto "Mehr als nur Farben" streben wir an, tausende Menschen in die Schlebuscher Innenstadt zu bringen, um gemeinsam für Menschenrechte zu demonstrieren. Das Event wird von einem fesselnden Bühnenprogramm begleitet, das Live-Musik, queere Menschenrechtsaktivist*innen, einen Poetry Slam und weitere Acts umfasst.

Zusätzlich ist eine Infomeile in der Innenstadt geplant, auf der Anlaufstellen, queere Vereine, Parteien und weitere Organisationen ihre Arbeit im Bereich der LGBTQ-Community vorstellen werden. Selbstverständlich wird auch für Essen und Trinken gesorgt sein.

Unsere Forderungen

Der Verein Pride am Rhein veranstaltet den CSD Leverkusen unter dem Motto “Mehr als nur Farben”. Dieses Motto ist Programm. Am ersten Juniwochenende wird in Leverkusen nicht nur gefeiert. Vielmehr schließen wir uns mit dem CSD einer der größten Menschenrechtsbewegungen der Welt an. 

“Mehr als nur Farben” bedeutet, dass es um viel mehr geht, als es auf den ersten Blick anmuten lässt. 

Es geht um mehr Vielfalt, mehr Offenheit, mehr Dialog und mehr Zusammenhalt. Im Streben nach einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung hin zu einem friedlichen und diskriminierungsfreien Miteinander, stellen wir folgende Forderungen an Politik und Gesellschaft: 

 

Wir fordern…

  •  … die dauerhafte Unterstützung queerspezifischer Beratungsangebote durch die Kommune. So kann die Lebensqualität, Sicherheit und Gesundheit zahlreicher Personen innerhalb der Stadt nachhaltig gestärkt werden
  •  … eine nachhaltige Förderung und Stärkung queerer Jugendarbeit in Leverkusen, die eine umfassende Sensibilisierung aller Lebensbereiche der Jugend sowie ein qualifiziertes Beratungsangebot für Eltern beinhaltet.
  •  … die Einbringung von Information über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sowie Antidiskriminierungsarbeit in allen Bildungsbereichen. 
  •  ..die Förderung von queeren Kunst- und Kulturprojekten, die die herrschenden Normen in Frage stellen, Alternativen aufzeigen und die kollektive Vorstellungskraft für eine gerechte und inklusive Welt beflügeln.
  •  … die Neuausrichtung unseres konzeptuellen Verständnisses von Geschlecht als binäres Konstrukt, um die Vielfalt und Komplexität unserer Gesellschaft anzuerkennen und zu unterstützen.
  •  … die Änderung des “Transsexuellen-Gesetz” zu einem diskriminierungsfreien Gesetz der Selbstbestimmung, das die persönliche Geschlechtsidentität würdigt und schützt. 
  •  … den  verbesserten Schutz vor Diskriminierung, von HIV-positiven Personen, sowie die Sicherstellung der Bereitstellung von Präventions- und Behandlungsmedikation. 
  •  … die konsequente und unerbittliche juristische Verfolgung von Anfeindungen und Gewalt, die als Folge des Auslebens der Sexualität, romantischen Anziehung, oder Geschlechtsidentität auftreten
  •  … die Überwindung cis-heteronormativer Strukturen, um die Umsetzung verschiedener queerer Lebensmodelle und Erschaffung rechtlicher Rahmen dafür zu gewährleisten.
  •  … Gleichstellung gleichgeschlechtlicher/queerer Paare auch im medizinischen und rechtlichen Kontext, wie zum Beispiel beim Anspruch auf Kostenübernahme von Kinderwunschbehandlungen durch gesetzliche Krankenkassen. 
  •  … globale Solidarität mit queeren Gemeinschaften. Das beinhaltet die Unterstützung von queeren Menschen weltweit, einschließlich des Kampfes gegen homofeindliche und trans*feindliche Gesetze und Praktiken in anderen Ländern sowie der Gewährung von Asyl für queere Geflüchtete, die aufgrund ihrer romantischen/sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verfolgt werden.
  •  …dass sich unsere Stadt geschlossen gegen diskriminierende Propaganda jeglicher Form stellt. 
  •  … dass für alle Menschen die Freiheit gesichert wird, ihre Persönlichkeit, auch inklusive ihrer romantischen und sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität, auszudrücken. Anfeindungen und Gewalt dürfen keinen Raum haben!

Mit der Veranstaltung wollen wir ein machtvolles Zeichen gegen Diskriminierung setzen und durch Aufklärung und Dialog ein Umfeld schaffen, dass queere Menschen ermächtigt, ihre sexuelle Orientierung und ihre Identität unbeschwert und sicher auszuleben.

Der CSD Leverkusen soll eine Veranstaltung für alle Menschen in der Stadt sein.